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Souveräner im Bewerbungsgespräch:
mit der Nervosität besser umgehen
(Fortsetzung)

Der erste Kontakt mit dem Interviewer
Gehen Sie offen auf Ihr Gegenüber zu und schauen Sie dem Personalentscheider in die Augen. Ein fester Händedruck stärkt das eigene Selbstbewusstsein.

Treten Sie mit Ihrem Gegenüber sofort und aktiv in Dialog: Sprechen Sie über Ihre Anreise oder über die ersten Eindrücke, die Sie von dem Unternehmen haben. Sobald man aktiv wird, wird die eigene Anspannung nämlich sehr schnell abgebaut. Am aufregendsten und zermürbendsten ist die Wartezeit.

Sagen Sie ganz offen, dass Sie nervös sind. Es sei denn, Sie haben das Gefühl, dass das Gegenüber negativ darauf reagieren wird. Die meisten Personalentscheider jedoch können sich sehr gut in den Bewerber hineinversetzen, werten eine solche Äußerung als Offenheit und helfen Ihnen gerne dabei, ein normales Anspannungsniveau zu bekommen.

Im Gespräch darauf hinarbeiten, die Nervosität ganz loszuwerden
Sitzen Sie aufrecht und mit beiden Füßen am Boden. Die Körperhaltung beeinflusst wesentlich, wie stark und wie sicher wir uns fühlen. Nicht von ungefähr spricht man davon, „mit beiden Füßen auf dem Boden" zu stehen und von „Bodenständigkeit".

Achten Sie während des Gespräches darauf, dass Sie sich wohlfühlen und sich nicht verkrampfen. Ändern Sie Ihre Körperhaltung und lassen Sie sich nicht durch Allgemeinplätze über Körpersprache behindern, die jeder Haltung eine klare Gemütslage zusprechen. Je wohler Sie sich fühlen, um so souveräner und ruhiger sind Sie. Und das kommt bei Ihrem Gegenüber an.

Atmen Sie bewusst und nutzen Sie aktiv die beruhigende Wirkung von tiefen Atemzügen.

Sprechen Sie langsam. Aus vielen Menschen sprudelt es nur so raus, wenn sie nervös und aufgeregt sind. Das kann nicht nur unangenehm und anstrengend für den Gesprächspartner sein, sondern verstärkt die eigene Nervosität eher. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Worte und nutzen Sie die Chance, durch ein langsameres Sprechtempo ruhiger zu werden.

Hören Sie Ihrem Gegenüber aktiv zu und konzentrieren Sie sich darauf. Nutzen Sie die Zeit, in der der andere spricht, aktiv um ruhiger zu werden.

Fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist. Wenn man nervös ist, leidet meistens die Konzentrationsfähigkeit und man tendiert dazu, über Unklarheiten hinwegzugehen, um selber zum Zuge zu kommen und so Anspannung abzubauen. Je besser Sie jedoch das Gegenüber verstehen und je genauer Sie darauf eingehen, um so souveräner sind Sie. Und um so schneller lässt die Nervosität nach.

Sprechen Sie es höflich an, wenn Sie sich von äußeren Umständen (z.B. direkter Sonneneinstrahlung) gestört fühlen oder etwas benötigen (z.B. ein Glas Wasser). Keine Angst: Es wird keinesfalls als Unhöflichkeit verstanden. Wenn Sie es nicht tun, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß Ihre Anspannung während des ganzen Gespräches nicht verschwindet und Sie deshalb weit unter Ihrem Niveau bleiben.

Proaktiv sein, an sich arbeiten und sich so Souveränität und Überzeugungskraft zu erwerben, das sind Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein.
Dazu gehört auch der effiziente Umgang mit der eigenen Nervosität: nicht nur bei Bewerbungsgesprächen, sondern in allen wichtigen und aufregenden Situationen.

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(c) Christine Öttl, objektiv., www.selbstmarketing.de